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Ratgeber

Einstieg in die Elektrotechnik: Ausbildung, Quereinstieg, Bewerbung

Wege in den Beruf und worauf Elektrobetriebe bei Bewerbungen achten.

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Über die Ausbildung

Der übliche Weg ist die duale Ausbildung zum Elektroniker. Im Handwerk wählst du zu Beginn die Fachrichtung, in der Industrie den konkreten Beruf. Beide Ausbildungen dauern dreieinhalb Jahre und enden mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer oder der IHK. Wer sich unsicher ist, kann über ein Praktikum im Betrieb testen, ob die Arbeit auf Baustellen oder an Anlagen besser passt.

Ohne Ausbildung einsteigen

Einige Anzeigen richten sich an Helfer oder Allrounder in der Elektroinstallation. Dort arbeitest du unter Anleitung einer Fachkraft. Nach mehreren Jahren Praxis ist auch ein späterer Abschluss möglich: Zur Gesellenprüfung wird zugelassen, wer mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungsdauer im Beruf gearbeitet hat. Bei dreieinhalb Jahren Ausbildung sind das fünf Jahre und drei Monate. Die Handwerkskammer prüft, welche Zeiten sie anerkennt.

Personen ab 25 Jahren können außerdem ein Feststellungsverfahren beantragen. Dabei wird bewertet, ob die im Beruf erworbenen Fähigkeiten einem Abschluss entsprechen.

Unterlagen und Nachweise

  • Gesellen- oder Facharbeiterbrief und das Abschlusszeugnis der Berufsschule
  • Arbeitszeugnisse mit den Tätigkeiten, die du tatsächlich ausgeführt hast
  • Nachweise über Schulungen, zum Beispiel zu Steuerungen, Photovoltaik oder Prüfungen elektrischer Anlagen
  • Führerschein Klasse B, wenn die Stelle Kundendienst oder Montage enthält

Umschulung über die Arbeitsagentur

Wer bereits einen anderen Beruf hat, kann über eine Umschulung in die Elektrotechnik wechseln. Ob eine Förderung in Frage kommt, klärst du mit deiner Arbeitsagentur oder dem Jobcenter. Wichtig ist ein Betrieb, der dich im praktischen Teil begleitet. Frag gezielt Elektrobetriebe in deiner Nähe, ob sie Umschüler aufnehmen, auch wenn keine Anzeige dazu online steht.

Häufige Stolpersteine

Bewerbungen scheitern selten an fehlender Erfahrung, öfter an unklaren Angaben. Ein Lebenslauf, der nur Elektriker nennt, sagt wenig. Schreib stattdessen, ob du im Wohnungsbau Leitungen verlegt, in einer Fabrik Störungen behoben oder Photovoltaikanlagen angeschlossen hast. Lücken im Lebenslauf erklärst du in einem Satz. Und wenn du noch keine Prüfungen an elektrischen Anlagen selbstständig gemacht hast, sag das offen und zeig, dass du es lernen willst.

Tipps für die Bewerbung

Beschreibe konkret, an welchen Anlagen du gearbeitet hast: Wohnbau, Gewerbe, Industrie, Netze. Nenne Spannungsebenen, Steuerungen und Messgeräte, mit denen du vertraut bist. Wenn die Anzeige Bereitschaftsdienst erwähnt, frag nach Rhythmus und Vergütung. Bei Kundendienststellen lohnt die Frage, wie groß das Einsatzgebiet ist und ob die Fahrzeit als Arbeitszeit zählt.

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